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Betrachtungen zur Makrofotografie

Der Hintergrund

Es ist seltsam. Ein gutes Blütenmakro beginnt mit der Kontrolle des Hintergrundes. Er kann das Motiv zur Geltung bringen oder ihm schaden. Schnell wandert das Auge zum Hintergrund und stellt Fragen und dann ist es zu spät um Emotionen zu wecken. Was zeichnet nun einen guten Hintergrund aus? Ganz einfach, er ergänzt, verstärkt, bringt zu Geltung, leitet den Blick und führt das Licht. Der Hintergrund umgibt das Motiv mit Authentizität. "Hier bin ich in meiner Welt". 

Das Licht

Die tiefstehende Sonne im Gegenlicht bringt die zarten Blütenblätter besonders zum leuchten. Die feinsten Strukturen treten dann herrlich differenziert hervor. Der Kontrast zum Hintergrund steigt zudem an. Das erhöht die räumliche Tiefe und stellt die Blüte wie auf einer Bühne in den exklusiven Mittelpunkt. Aber auch das Seitenlicht hat seinen Scharm, ist aber schwer zu kontrollieren. An Tagen mit diffusem Wolkenlicht sind Makros einfacher zu belichten, wegen der geringeren Kontraste. Hier ist es aber außerordentlich schwierig eine ansprechende Komposition zu erhalten.

Blende und Kamera

Ob nun mit Vollformat oder mit dem Micro Four Thirds (MFT) Sensor fotografiert wird, immer ist die Schärfentiefe im Makro Bereich sehr gering. Einen Vorteil hat hier aber der MFT Sensor. Er erreicht z.B. bei Blende 2.8 die gleiche Tiefenschärfe wie der Vollformat Sensor bei Blende 5.6. So kann beim MFT System bei gleicher Tiefenschärfe 1/4 der Belichtungszeit oder der ISO Empfindlichkeit (oder eine Mischung davon) Vorteilhaft zum Einsatz kommen. Zusammen mit der guten Bildstabilisierung der Olympus OMD 1, dem schnellen Autofokus und der Leichtigkeit des Systems sind so am Ende des Tages Aufnahmen möglich, die für mich nur schwer mit dem Vollformat möglich sind.

Es beginnt im Kopf

Entscheidend für ein gutes Makro ist die bewusste Wahrnehmung. Erst einmal ohne Kamera die Blüte umkreisen. Stimmt das Licht, der Sonnenstand? Oder sollte ich bei besserem Licht zurückkehren? Ist der Hintergrund nicht zu unruhig und passt er zum Motiv? Es ist wichtig schlechte Bilder erst gar nicht aufzunehmen. 

Die Aufnahme

Makroobjektiv, RAW Aufnahmeformat, Blende vorgewählt 2.8 - 5.6, Zeit, Fokus und ISO Empfindlichkeit automatisch. Und los geht es. Es ist wie ein heranschweben an die Schönheit der Natur. Ein umkreisen, ein sich nähern, ein finden des Glanzpunktes. Dann der Fokus, auf einem Feld, auf einem Punkt der Blüte, gefolgt vom sanften auslösen. Es ist wie ein Tanz. Dann geht rasend schnell eine Stunde vorbei. Atemlos betrachte ich die Aufnahmen auf dem Kamera Display. Ein guter Tag.

Die Auswahl

Speicherkarte rein in den Kartenleser und in Lightroom importieren in einen chronologischen Ordner jjjj-mm-tt. Nun erhalten alle Bilder einen Stern. Dann gehe ich Bild für Bild durch und gebe den guten 2 Sterne. Das wiederhole ich, nun erhalten einige statt 2, 3 Sterne und so weiter bis vielleicht von 100 Aufnahmen nur noch 3 Bilder 5 Sterne haben. Diese Bilder die sicher Euer Interesse wecken werden. Doch halt, ein wichtiger Schritt fehlt noch.

Die Bearbeitung

Meine besten Aufnahmen mit 5 Sternen werden nun so weit es geht mit Lightroom bearbeitet. Freistellen, Helligkeit, Farbabstimmung, Kontrast, Klarheit, Dynamik, Sättigung, Teiltonung, Vignette, Verlaufsfilter. Eine gelegentliche anspruchsvollere Bearbeitung mache ich in Affinity Photo. Das ist eine gute und günstige Bildbearbeitung zum kaufen; also keine monatliche Miete wie Adobe Photoshop. Einziger Nachteil: Affinity hat keine inhaltsbasierte Bearbeitung (nur Inpainting das eher nur ein Malwerkzeug ist). Aber mal sehen, Version 2.0 steht vor der Tür...

Go Life 

Nun werden die besten Bilder exportiert als JPG im sRGB Farbraum für die Veröffentlichung auf pictrs, 1x.com, Instagram, krinke-art.de

Fertig.

Dies ist mein Workflow, natürlich gibt es viele andere Vorgehensweisen die auch zu Ziel führen. Es ist nur wichtig den eigenen Weg zu beherrschen. Keine bezahlte Werbung. Ich habe alles auf eigene Kosten angeschafft.


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